FINN RONSDORF – ODES EP (12.06.20) Debüt EP des jungen Songwriters mit herzzerreißenden Hymnen und roher, kraftvoller, emotionaler Gesangsperformance

FINN RONSDORF – FIRST TIME (29.05.20) der Songwriter singt mit rohen Emotionen über gleichgeschlechtliche Liebe und den kulturellen/gesellschaftlichen Druck, der auf das Potenzial der menschlichen Intimität ausgeübt wird

Der im Schwarzwald aufgewachsene und aktuell in Berlin lebende, 21-jährige queere Singer-Songwriter Finn Ronsdorf veröffentlicht am 12.06.20 seine Debüt-EP „Odes“.
Nach den bereits veröffentlichten Singles „Ode To A Love Lost“ (08.2029) und „Blue“ (07.04.20) folgt heute mit „First Time“ die dritte Single.

Ein Gefühl der stillen Isolation durchzieht die zarten Kompositionen. Der wahre Zauber dieser EP ist jedoch die rohe Emotion, die in Finns rauer, kraftvoller Stimme und die charmant-zarte Verspieltheit die in seinem Songwriting steckt. Finn fängt den nachdenklichen Zustand ein, in den viele geraten, wenn sie erkennen, dass eine traumatische Trennung sie dauerhaft verändert hat. Er sinniert über die Intimität des Verliebtseins und der gemeinsamen Trauer wenn der Andere weg ist, gefolgt von dem Gefühl plötzlicher Leere. Aber auch davon dass man sich nicht wohlfühlt, wenn man sich zu jemandem des gleichen Geschlechts hingezogen fühlt und deutet auf den kulturellen/gesellschaftlichen Druck hin, der auf das Potenzial der menschlichen Intimität ausgeübt wird.

Der EP-Opener „First Time“ (für den Finn auch selbst das Cover gemalt hat) handelt davon dass man sich nicht wohlfühlt, wenn man sich zu jemandem des gleichen Geschlechts hingezogen fühlt, aber es geht nicht nur um Schmerz, es geht darum unsicher zu leben und darauf volles Vertrauen zu haben. Er ermutigt dazu, die eigene Konditionierung zu überwinden und sein wahres Selbst zu akzeptieren. Finn lenkt in diesem Song das erste Mal die Aufmerksamkeit auf das Thema einer Liebe, die zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen bestehen kann. Er hat zwar kein Interesse daran, persönlich viel Aufmerksamkeit auf binäre Beschränkungen der sexuellen Orientierung zu lenken, aber in dem Song geht es doch sehr stark um einen Jungen, für den er etwas empfindet, und dieser Junge scheint von den eigenen Empfindungen so überwältigt zu sein, dass er nur schwer damit umgehen kann. So deutet Finn im Grunde auf den kulturellen/gesellschaftlichen Druck hin, der auf das Potenzial der menschlichen Intimität ausgeübt wird.

Finn dazu: ‚First Time‘ wurde im schönen Sommer 2018 geschrieben. Mein Körper war gerade 20 Jahre alt geworden, und mein Haar wurde von der Sonne aufgehellt. Es lag ein Duft in der Luft, der mit der Aufregung einherging, neue Menschen zu treffen, die im Leben wichtig werden könnten oder auch nicht. Die Möglichkeit war da, und aus dieser Möglichkeit heraus gibt es eine Bewegung. Diese Bewegung wird manchmal zu einem Lied. Es ist alles ein bisschen verschwommen, obwohl der Text sehr scharf und klar ist. Es ist diese Mischung, denke ich, die das Lied ausmacht. Unsicher zu leben und darauf volles Vertrauen zu haben. Diese Momente sind selten, denn wir sind meistens mit den Dingen des Geistes gefüllt, mit Hoffnungen und Ängsten (die dieselben sind), aber in diesen seltenen Momenten gibt es eine Freiheit, die immer da ist. Es ist nur schwer zu erkennen, weil sie voller Gedanken ist. Tatsächlich vertrauen wir den Gedanken mehr als dem Leben, und das ist ganz normal, es ist unsere Konditionierung. Die Möglichkeit, über diese Konditionierung hinauszugehen (sei es die Angst der Gesellschaft in Bezug auf die eigene Sexualität oder letztlich die Identifikation mit dieser Sexualität), ist das, worum es in diesem Lied geht.“

Finn wurde als einziger Deutscher Künstler von der MIDEM eingeladen, Anfang Juni 2020 am Talent-Exporter-Programm für die digitale Sonderausgabe 2020 der MIDEM teilzunehmen