Deep Purple, alter Sound neu definiert…

Deep Purple sind hoffentlich für alle ein Begriff, oder? Hits wie „smoke on the water“ oder „Child In Time“ hat schon jeder mindestens einmal in seinem Leben gehört. Das eindringliche Hammond Orgel Klänge und unverwechselbare Gitarrenriffs bestimmen die Band Geschichte. Egal ob man das neue Deep Purple mag oder anhänger von der „originalbesetzung“ ist. Die Konzerte und deren Alben sind unvergleichlich und unverwechselbar. Deswegen freute mich wie ein kleinkind auf Weihnachten als ich am 27. Februar das neue Album Whoosh angekündigt wurde. 

Schon das erste Song „Throw my bones“ zeigt sehr deutlich in welche Richtung sich die Band mit dem neuem Album bewegt. Ruppiger Rocksong der extraklasse. Am Anfang fast schon pop artig entwickelt sich der Song zu einem vielschichtigen Konstrukt, was jedem Rockfan das Herz höher schlagen lässt. Orchestral angehaucht verlassen wir den ersten Track und stürzen uns ins unbekannte. Blues Rock war immer ein fester Bestandteil der Band, aber bei „Drop the weapon“ wir es schon bei den ersten 4 Takten spürbar. Man merkt auch bei dem Lied die Führung von Bob Ezrin. Auf das Ende werden sich auch die Fans von Steve Morse und Don Airey riesig freuen. Das Solo ist so geilomatisch, dass ich es immer und immer wieder zurückgespult habe, und immer wieder es mir angehört habe. Die zwei spiele sich in Grund und Boden und versuchen den andere immer wieder zu toppen. Das nächste Stück „We’re all the same in the dark“ zeigt uns sehr deutlich dass Deep Purple sich auch an neue Sounds wagen, ohne den eigenen Ursprung zu verlieren. Anschließend kommt ein weitere Highland auf dem Album, also wenigstens für mich, und es ist „Nothing At All“. Die warme klänge von Steve Morse sind so unglaublich sanft dass man teilweise das Gefühl hat eine Violine zu hören. Ein Meisterstück der Extraklasse. Nach den sanften Klängen kommt erstmal ein klassischer Rock and Roll in Deep Purple Style. Es wird sehr rockig und sehr theatralisch, es könnte sogar von einem RockMusical Stammen. Es ist „No Need To Shout“. Also bei dem Lied, die Anlage auf volle Lautstärke aufdrehen und hoffen dass die Nachbarn auch Fans von Deep Purple sind. Wenn man die erste Klänge von „Step by Step“ hört, denkt man direkt an die sakrale Musik, die auch Zeitlang die Band begleitete. Es ist ausgewogen, und ich kann mit hundertprozentige Wahrscheinlichkeit sagen dass gerade bei diesem Lied sehr viel in der Postproduktion passierte, und bin extrem gespannt wie es sich live anhören wird. 

Das nächste Lied „What the What“ ist ein reiner Boogie Song, was mit einem grandiosen Piano Part versüßt wird. Respekt wieder an Don Airey. Es ist so angenehm zu hören, dass dieser Lied zu meine Guten Morgen Playlist aufgenommen wurde. Weitere Song halten die Standards der Band, und enttäuschen in keinerlei Sicht. Es ist Theatralisch, rockig, mit Hammond Song.. Es ist halt Deep Purple sie man sie kennt und lieben gelernt hat. 

Wenn es um die Lyrics geht, bewegen sich die Jungs von Deep Purple ganze Zeit um die aktuellen Themen der Welt, so wie  Umweltzerstörung und unsere Umgang mit dem Planeten. Es ist ein Warnalbum, der sowohl an das ältere Publikum sich richtet, als auch an die junge Generation. 

Auch wenn das Album wesentlich ruhiger ist als der Vorgänger „Infinity“, ist ein komplett verpackter Genuss nicht nur für Deep Purple Fans. Es ist ein genuss den Rock and Roll der 70er neu definiert zu hören, und einige der Songs wie Step by Step, What the What oder Drop the weapon werden für lange Zeit auf meinen diversen Playlisten Ihren Platz finden.