Lässigkeit der Altersmilde: Ugly-Duckling-Rapper Andy Cooper veröffentlicht Album „L.I.S.T.E.N.“

Der ehemalige Ugly-Duckling-Rapper Andy Cooper veröffentlicht am heutigen Freitag sein Album „L.I.S.T.E.N.“ über das Düsseldorfer Label Unique Records. Mit warmen Sample-Sounds und sonnigen Raps könnte der Underground-Veteran im Tony-Hawk-Revival-Jahr kaum pünktlicher zurückkehren.

Zwischen Funk-Samples und Drumbreaks

Es ist der Spieltrieb eines Rappers, den Andy Cooper auch auf dem neuen Album „L.I.S.T.E.N.“ zur Perfektion auslebt. Mit der Leidenschaft für Wortspiele und Reimkaskaden ist das vierte Soloalbum des Long Beachers das Outlet eines Mannes, der sich die Liebe zu HipHop bewahrt hat.

Zwischen stolzen Funk-Samples und durchtriebenen Drumbreaks balanciert der ewige Spaßvogel gleichzeitig auf den Spuren von De La Soul, Jimi Hendrix und James Brown immer auf der Suche nach der nächsten Reimkette. „L.I.S.T.E.N.“ ist nicht mal mehr Grown-Man-Rap, denn erwachsen ist Andy schon lange.

Sorgloser Skater-Rap der Neunziger

„L.I.S.T.E.N.“ ist das musikalische Ergebnis, wenn man sich das innere Kind bewahrt. Als Teil der HipHop-Crew Ugly Duckling treibt sich Andy Cooper schon seit 1993 im Underground des US-HipHop rum. Die Band hat den sorglosen Skater-Rap der Neunziger als Gegenentwurf zum brutalen Gangsta Rap entschieden mitgeprägt.

In der Hochphase des G-Funk zelebrierten er, Dizzy Dustin und DJ Young Einstein einen positiven Rap-Sound mit Skater-Boy-Attitüde und Funk-Sample-Fetisch. Mit atemberaubenden Power-Flow holt Andy auf „L.I.S.T.E.N.“ die gute Laune zurück auf Kick und Snare – und zeigt dabei eine lässige Altersmilde, wie sie wohl nur unter der kalifornischen Sonne entstehen kann.